Münzschatz wieder komplett
Tolle Nachricht für alle Kulturliebhaber in und um Gotha. Nach mehr als 60 Jahren kehrt einer der wertvollsten Kunstschätze der Gothaer Geschichte zurück in die Heimat: Die herzogliche Münzsammlung, die seit dem Ende des zweiten Weltkrieges in russischem Besitz gewesen sein soll, ist laut einem Bericht der Thüringer Allgemeinen endlich wieder fast komplett. Die besten Stücke der Sammlung sind seit heute wieder in Gotha, der Rest ist unterwegs. Insgesamt kehren also in diesen Tagen rund 16,000 Stücke zurück.
Den Anfang der Sammlung machte im Jahr 1712 Herzog Friedrich II. von Sachsen-Gotha-Altenburg (1691-1732), der auch das nach ihm benannte Schloss Friedensthal bauen ließ. Er kaufte Bestände des Schwarzburg-Arnstädter Fürsten Anton Günther II. und verfügte, dass die Sammlung nicht geteilt oder verkauft werden dürfe. Gelagert wurde die Sammlung bis zum Zweiten Weltkrieg in der Bibliothek von Friedenstein, wohin Sie allerdings nicht zurück kehren wird. Die Sicherheit der Münzen, deren Wert sich nicht beziffern lässt, steht jetzt vor der historischen Authentizität. Schließlich soll die Sammlung in Gotha zusammen gehalten werden.
Über den Preis ist Stillschweigen vereinbart worden, natürlich geht er in die Millionen. Letztlich eine unbedeutende Randgeschichte, schließlich ist der kulturelle und historische Wert deutlich höher. Laut TLZ haben sich in den letzten Jahren nicht nur der Freistaat Thüringen sondern auch der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie die Kulturstiftung der Länder und zwei Mäzene – Fritz Rudolf Künker und Friedrich Popken - für die Rückkehr der Münzen nach Gotha eingesetzt. Uta Wallenstein, die Münzkuratorin der Stiftung Schloss Friedenstein, fand die richtigen Worte für diese tolle Neuigkeit: “Es ist wirklich Wahnsinn.”
