Seit der Gründung des Chores im Jahre 1953 als “Städtischer Konzertchor Gotha” legten sowohl Chorleiter als Sänger und Sängerinnen großen Wert darauf, neben klassischen Chorstücken auch andere, eher unkonventionelle Musikrichtungen wie beispielsweise a-capella mit in das Repertoire aufzunehmen. Nach ersten größeren Auftritten im Jahre 1955 schaffte es der Chor schon im selben Jahr über die deutsch-deutsche Grenze und sang in der Kasseler Stadthalle Beethovens 9. Sinfonie – das Stück ist bis heute ständig im Repertoire.

Darüber hinaus wurde schon damals ein klassisches Fundament bestehend aus Stücken von Händel, Bach, Brahms, Haydn, Mozart und vielen anderen mit den Werken moderner Komponisten kombiniert.
Mitte der 1970er Jahre durchlebte der Chor nach der Abwanderung eines Leiters eine schwere Krise, die erst Mitte der 1980er Jahre ein Ende fand, als der Student Andreas Ketelhut viel Zeit und Kraft in den Wiederaufbau des Chores investierte und aus anfangs nur noch weniger als 20 Sängerinnen und Sängern wieder einen 50 Mitglieder starken Chor formte. Noch vor der Wende präsentierte sich das neu formierte Ensemble mit Stücken von Brahms, Gastoldi, Händel und anderen wieder in bekanntem Terrain.
Nach dem Fall der Mauer gründete sich der Chor zum selbständigen Verein. Seitdem floriert der Konzertchor Gotha und besticht bei den Domstufenfestspielen genau wie bei zahlreichen Veranstaltungen in der gesamten Bundesrepublik. Speziell in der Chorsinfonik hat sich das Ensemble in der jüngsten Vergangenheit einen guten Ruf erarbeitet, beispielsweise mit der Aufführung von Bachs Passionen und des „Weihnachtsoratoriums“ oder durch die enge Kooperation mit der Thüringen Philharmonie Gotha.